
Für Organisationen
Der Schalter spricht. Jetzt lässt er sich auch lesen.
Zwei Bildschirme, einer auf jeder Seite des Schalters. Was der Mitarbeiter sagt, erscheint auf beiden geschrieben, während er es sagt.
Das Problem
Die Schwachstelle ist der Schalter, nicht die Person.
Am Schalter — im Gemeindeamt, an der Krankenhausaufnahme, am Bankschalter — ist der Audiokanal die Schwachstelle der Dienstleistung: die Glasscheibe, der Lärm im Raum, die Mitarbeiterin, die zum Bildschirm gedreht sitzt. Information wird wiederholt, missverstanden oder geht verloren.
Dasselbe passiert zuhause, wo es anstrengend wird, einem Gespräch zwischen mehreren Personen zu folgen, und die Geräusche des Alltags unbemerkt bleiben.
Gehörlose und schwerhörige Menschen wissen genau, was sie tun müssen. Der Dienst muss sich anpassen, nicht die Person: das ist die soziale Säule der ESG-Kriterien, und für die Dienste, die unter den European Accessibility Act fallen — Bankdienstleistungen für Verbraucher, E-Commerce, elektronische Kommunikation, Personenverkehr, E-Books —, ist es gesetzliche Pflicht (Richtlinie (EU) 2019/882, umgesetzt mit dem D.Lgs. 82/2022, anwendbar seit dem 28. Juni 2025). An anderen Schaltern greift diese Richtlinie nicht: dort ist es eine Entscheidung über den Dienst.
Am Schalter
Wie es konkret funktioniert.
Die Station besteht aus zwei Bildschirmen: einem 8-Zoll-Display zur Person am Schalter und einem kompakten Display für den Mitarbeiter. Was der Mitarbeiter sagt, erscheint geschrieben auf beiden Bildschirmen, während es gesagt wird — ein Punkt nach dem anderen.
Ist eine Passage unklar, tippt die Person sie auf dem eigenen Bildschirm an. Der Mitarbeiter sieht die Markierung und kann sie nachlesen, löschen und neu diktieren — die Korrektur passiert während des Gesprächs, nicht danach.
Am Ende stellt ein QR-Code eine strukturierte Zusammenfassung des Gesagten auf dem eigenen Telefon bereit, in die eigene Sprache übersetzt. Was am Schalter nur halb verstanden wurde, steht zuhause schriftlich da.
Der Mitarbeiter arbeitet wie bisher: eine Taste drücken, um zu sprechen. Es gibt keine neue Software zu lernen.
So liest es sich
Gestaltet, um auf einen Blick gelesen zu werden.
Am Schalter spricht der Mitarbeiter, und was er sagt, erscheint geschrieben — ein Punkt nach dem anderen. Kurze Zeilen, die sich erfassen lassen, ohne noch einmal lesen zu müssen, und ins Englische übersetzt, wenn es gebraucht wird.
- Was der Mitarbeiter sagt
- Von der Person angetippte und noch einmal gesagte Passage
Transkription läuft
innerhalb von drei Werktagen
Bitte Absender und Empfänger in Blockschrift ausfüllen, ein Buchstabe pro Kästchen.
Wenn Sie eine Versicherung wollen, geben Sie den Wert an: bis 200 sind es 11 und 80.
Wenn Sie eine Versicherung wollen, geben Sie den Wert des Inhalts an: bis zweihundert Euro kostet es elf Euro achtzig.
Legen Sie es auf die Waage: ein Komma zwei Kilo, erste Gewichtsstufe.
Gern, ein versichertes Expresspaket: ich mache es Ihnen gleich fertig.
Guten Morgen, nehmen Sie bitte Platz. Ein Paket nach Turin, sehr gut.
Transkription gestartet
Transkription läuft
innerhalb von drei Werktagen
- 10.16
Bitte Absender und Empfänger in Blockschrift ausfüllen, ein Buchstabe pro Kästchen.
- 10.15
Wenn Sie eine Versicherung wollen, geben Sie den Wert an: bis 200 sind es 11 und 80.
Wenn Sie eine Versicherung wollen, geben Sie den Wert des Inhalts an: bis zweihundert Euro kostet es elf Euro achtzig.
- 10.14
Legen Sie es auf die Waage: ein Komma zwei Kilo, erste Gewichtsstufe.
- 10.13
Gern, ein versichertes Expresspaket: ich mache es Ihnen gleich fertig.
- 10.12
Guten Morgen, nehmen Sie bitte Platz. Ein Paket nach Turin, sehr gut.
Zusammenfassung am Ende
- Expresspaket, 1,2 kg — erste Gewichtsstufe
- Absender und Empfänger in Blockschrift
- Versicherung bis 200 €: 11,80 €
- Zustellung garantiert in 3 Werktagen, Sendungscode auf der Quittung
Per QR-Code herunterladen oder ausgedruckt mitnehmen.
Auf einen Blick lesbar
Der Text ist so gesetzt, dass er erfasst wird, während der Mitarbeiter weiterspricht: kurze Zeilen, ein Punkt pro Zeile, keine Blöcke zum Nochmal-Lesen.
Auf Englisch, wenn nötig
Wer am Schalter steht, liest in der eigenen Sprache, ohne jemanden darum bitten zu müssen.
Korrektur mit einer Berührung
Ist eine Passage unklar, tippt die Person sie auf dem eigenen Bildschirm an. Der Mitarbeiter sieht die Markierung und sagt sie noch einmal: korrigiert wird während des Gesprächs, nicht danach.
Push-to-Talk
Der Mitarbeiter drückt zum Sprechen eine Taste. Eine natürliche Geste, die Raumlärm und Nebensätze aus dem Text hält — weniger falscher Text, der korrigiert werden muss.
Die Zusammenfassung kommt mit
Am Ende bleibt eine stichpunktartige Zusammenfassung, auch auf Englisch: per QR-Code herunterladen oder ausgedruckt mitnehmen.
Kein Gerät herausholen
Nichts zu installieren und kein Telefon in der Hand: gelesen wird vom Bildschirm am Schalter.
Zwei Konfigurationen
Sie passt sich jedem Arbeitsplatz an.
Dieselbe Hardware, je nach Arbeitsplatz auf zwei Arten montiert.

Konfiguration 1
Zusammengebaut, auf dem Schreibtisch
Das 5-Zoll-Bedienmodul wird hinten am 8-Zoll-Display eingehängt: ein Gerät, ein Kabel.
Die Person liest vorne, der Mitarbeiter hinten, und drückt zum Sprechen die Taste am Sockel.

Konfiguration 2
Getrennt, am zweistufigen Schalter
Das 8-Zoll-Display bleibt auf der oberen Ebene zur Person hin; das 5-Zoll-Modul steht auf der Ebene des Mitarbeiters.
Der Mitarbeiter nutzt die Taste neben dem eigenen Display, ohne sich vorzubeugen oder den Bildschirm zu drehen.
Wo sie installiert wird
Die Orte, an denen Nichtverstehen Folgen hat.
Gemeinden und Gesundheitsdienste
Wo Nichtverstehen bedeutet, ein Recht nicht wahrnehmen zu können: Meldewesen, Leistungen, Termine, Befunde.
Banken und Postämter
Wo ein Missverständnis unmittelbar wirtschaftliche Folgen hat — für die Person und für das Institut.
Apotheken
Wo Anweisungen zuhause erinnert werden müssen, nicht nur am Tresen verstanden.

Konzept in Entwicklung
Weiterentwicklung
Vom Schalter an den Besprechungstisch.
Ein kleines batteriebetriebenes Gerät für die Tischmitte, für Sitzungen und Verwaltungsratssitzungen. Wie die Schalterstation rechnet sie nichts selbst: sie stützt sich auf denselben On-Premise-Server.
- Kreisförmiges Array aus vier Mikrofonen mit Schätzung der Einfallsrichtung. Die LED, die der sprechenden Person am nächsten ist, leuchtet magenta: wer das Wort hat, ist ablesbar, ohne danach zu suchen.
- Ein 5-Zoll-Display bringt das Gespräch in die Tischmitte, mit einer Farbe pro Stimme. Oben, in Magenta, der Satz, der gerade gesprochen wird.
- Keine Verarbeitung an Bord und kein externer Dienst: der Ton bleibt im Gebäude, genau wie am Schalter.
Datenschutz
Die Verarbeitung findet dort statt, wo das Gespräch stattfindet.
Im Amt: auf dem On-Premise-Server. Unsere Geräte sind mit einem Server im lokalen Netz des Gebäudes verbunden, und die gesamte Inferenz läuft dort. Ein Server bedient zwei bis sechs Stationen; für eine größere Schalterhalle kommt ein zweiter dazu.
Kein Ton, kein Bild und kein Text verlässt das Gebäude. Eine Internetverbindung ist nicht erforderlich.
Die Zusammenfassung am Gesprächsende wird der Person ausgehändigt — per QR-Code heruntergeladen oder ausgedruckt mitgenommen — und nicht aufbewahrt: sie bleibt nur für die Dauer der Übergabe auf dem Server im Gebäude.